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Einblicke aus der Praxis

Spannende Einblicke aus der Praxis von Schulbegleitung, Jugendhilfe und ASP bei Nordlicht in Hamburg.

ASP: Ein Fallbeispiel

Fallbeispiel: Eingliederungshilfe durch das ASP Team Nordlicht Farmsen

Max ist ein 28-jähriger Mann, der unter sozialen Ängsten leidet. Diese Ängste machen es ihm schwer, neue Freundschaften zu schließen und aktiv am Leben teilzunehmen. Max hat den Wunsch, sein Leben zu verändern, doch gleichzeitig hat er große Bedenken. In einem vertraulichen Gespräch erzählt Max: „Ich fühle mich oft einsam und eingeschränkt. Ich wünsche mir Freunde, möchte Sport machen und endlich einen Job suchen, aber meine Ängste halten mich zurück. Die Vorstellung, eine Panikattacke zu bekommen, lässt mich einfach nicht los.“

Erstgespräch und Antragsstellung

Als Max sich an das ASP Team Nordlicht Farmsen wendet, ist er bereit für Veränderungen, hat aber gleichzeitig große Bedenken. Im Erstgespräch stellen wir uns vor und erklären, wie wir arbeiten. Wir fragen Max, warum er zu uns gekommen ist und was er sich von unserer Unterstützung erhofft. Max ist erleichtert und sagt: „Es tut gut, dass hier jemand versteht, wie ich mich fühle.“ Wir klären gemeinsam, wie wir ihm am besten helfen können und merken schnell, dass unsere Unterstützung genau das ist, was Max braucht. Nachdem Max eine Nacht darüber nachgedacht hat, entscheidet er sich für die Zusammenarbeit mit uns. In einem zweiten Treffen helfen wir ihm, einen Antrag auf Eingliederungshilfe nach § 99ff SGB IX zu erstellen. Während dieses Prozesses sagt er: „Es ist eine große Erleichterung, dass ich nicht allein durch diesen bürokratischen Dschungel gehen muss.“ Unser Team unterstützt ihn dabei, alle notwendigen Unterlagen wie Ausweisdokumente, Finanzunterlagen und Arztbriefe zusammenzustellen.

Betreuer kennenlernen und individuelle Bezugsbetreuung

Im nächsten Schritt führen wir ein Kennenlerngespräch mit Max’ zukünftigen Betreuer. Wir schauen, ob beide gut miteinander arbeiten können und besprechen die aktuellen Herausforderungen von Max. Gemeinsam legen wir die Themen fest, die für Max am relevantesten sind, und vereinbaren gleich den nächsten Termin. Da Max akuten Bedarf hat, beginnen wir sofort mit der individuellen Bezugsbetreuung. In den wöchentlichen Sitzungen unterstützen wir ihn dabei, sich Schritt für Schritt seinen Ängsten zu stellen und kleine Aufgaben zu bewältigen. Diese wöchentlichen Gespräche bieten ihm einen geschützten Raum, in dem er offen über seine Gefühle und Ängste sprechen kann. Max merkt an: „Es tut gut, regelmäßig jemanden zu haben, der mich versteht und mir zur Seite steht.“

GPK-Termin beim Fachamt und individueller Hilfeplan

Im GPK-Termin (Gesamtplankonferenz) beim Fachamt entwickeln wir gemeinsam einen Gesamtplan, der auf Max’ Ziele abgestimmt ist. Diese klare Struktur hilft ihm, sich auf die nächsten Schritte zu konzentrieren. Auf Grundlage des Gesamtplans erstellen wir einen individuellen Hilfeplan, in dem wir Max’ Wünsche konkretisieren und priorisieren. Max ist motiviert: „Ich kann jetzt ganz konkret an meinen Zielen arbeiten, und das motiviert mich.“ Wir beschließen, dass Max an unseren Gruppenangeboten teilnimmt, um soziale Kontakte zu knüpfen und mit anderen über seine Ängste zu sprechen. Außerdem planen wir einen Orientierungstermin beim Jobcenter und beantragen eine berufliche Rehabilitation. So kann Max in einem geschützten Rahmen herausfinden, welche Berufe für ihn geeignet sind und wo seine Stärken und Grenzen liegen.

Wöchentliche Einzeltermine und Gruppenangebote

In den wöchentlichen Sitzungen reflektieren wir Max’ Fortschritte und Herausforderungen. Diese kontinuierliche Reflexion ist für ihn entscheidend, um seine Ängste zu bewältigen. Er ist begeistert von den Ergebnissen: „Ich merke, dass ich mich Schritt für Schritt besser fühle. Ich traue mich, neue Dinge auszuprobieren.“ Zusätzlich zur individuellen Betreuung nimmt Max an unserer Angstbewältigungsgruppe teil. Diese Gruppe ermöglicht ihm den Austausch mit anderen und zeigt ihm, dass er mit seinen Ängsten nicht alleine ist. Anfangs fiel ihm das schwer, aber mittlerweile sagt er: „Jetzt fühle ich mich wohl und verstanden. Es ist schön zu sehen, dass auch andere ähnliche Probleme haben und ich nicht allein bin.“ Auch an der Spaziergangsgruppe hat er Gefallen gefunden. „Es ist nicht nur Bewegung, sondern auch eine Gelegenheit, neue soziale Kontakte zu knüpfen. Ich habe tatsächlich neue Freunde gefunden“, berichtet Max lächelnd.

Fazit

Dank der umfassenden Unterstützung des ASP Teams Nordlicht Farmsen hat Max große Fortschritte gemacht. Er hat neue Freundschaften geschlossen, sich regelmäßig bewegt und seine sozialen Ängste erheblich reduziert. Max fasst zusammen: „Ich bin auf einem guten Weg und dankbar für die Unterstützung. Es fühlt sich an, als würde ich endlich leben, nicht nur existieren. Ich hoffe, die berufliche Rehabilitation wird mir helfen, eine passende Arbeit zu finden.“ Wenn Sie in einer ähnlichen Situation sind und Unterstützung suchen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Gemeinsam können wir an Ihren Zielen arbeiten und Ihnen helfen, ein erfüllteres Leben zu führen.